Das Warnschild


Sah das Warnschild nicht, den Wecker, der tickend bald schrillt. Gewillt reisst du dir das Brustschild vom Leib, gabst dich dem Trugbild ganz hin, mit Körper und Sinn. Wegen diesem Lustgewinn verlor ich dich vor Sommerbeginn.
Leere ist nun meine Peinigerin.
Und ich zeichne dein Bild, bis es in mir überquillt, mein Gefühl für dich so mild, meine Sehnsucht nur ansatzweise gestillt. Sicherlich, ein Messerstich, ein jeder gezogene Bleistiftstrich.
Dein Haar, so inniglich mein Gesicht umstrich.
Komm näher zu mir, sagte ich, dicht über mich, und versprich, dass du uns nimmst jeden Trennungsstrich. Und du nahmst und gabst, bis meine Lust entwich.
Sieh, auf dem Bild noch nichts verblich, und immer noch schreit jeder Strich: Ich liebe dich.
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