Whisker & the Death

Mein Dosenöffner tut morgens im Bett die Augen verdrehen, denn das Weekend ist geschehen. Wieder ist Montag, er muss zur Arbeit gehen, es ist sein Job, der auf dem Spiel tut stehen… und jetzt kratzt er sich zwischen den Zehen, soll einer einmal diese Menschen verstehen.
Mit seinem Gewissen nicht ganz rein, schaltet er mir den TV ein. Ich soll mich nicht fühlen ganz so allein, bis er wieder ist daheim.
Welcher Sender darf`s denn sein? Ist egal, interessiert kein Schwein. Also Schlagerparade, nein-nein-nein, es ist `ne Pein, Tag aus Tag ein, singt das Helene Fischerlein. (À propos auf ihrem Grabesstein sollte folgendes zu lesen sein: Atemlos, schwindelfrei, guck ich jetzt von Wolke zwei...oder drei.)
Es tut mir die Pfoten spalten, meine Ohren erkalten und ich kriege noch mehr Falten, alles andere als Wohlgestalten, die da meine Stube beschallten. Kaum zum Aushalten, was die da veranstalten, muss dringend das Programm umschalten!
Weiss genau, wie ich die Fernbedienung muss verwalten, so mach ich den Garaus diesen singenden Gestalten, die nur trällern über ihr Fortpflanzungs-Verhalten.
Und fix bin ich im Netflix, es ist der Hit, da kommt kein Shit, sondern geiler Sprit. Gross mein Appetit auf Horrorfilme, sicher vier am Tag im Schnitt. Oh, wie ich jeweils durchlitt, wenn der Sensenmann, zipp, dem Opfer den Kopf abschnitt, igitt!
Plötzlich meine Wirklichkeit wie Kryptonit, sich mit der Welt im TV überschnitt, und somit der Tod in meine Stube ritt. «Komm doch mit, bei mir gibt`s Pommes frites, aber vor allem dieses Eine: nie mehr wirst du sein alleine!»
Ich denke also: der Kleine macht mir ordentlich Beine und seine Reime, die sind sehr feine. Also tu ich den Schritt in den Fernseher hineine.
Und so es also geschah, Herrchen kam nach Hause, blablabla, wieder ein schlechtes Gewissen, ja? In der Wohnung er sich umsah, doch sein Kater - nicht mehr da.
Mampft mit Sensemann Pommes, trallalla!
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