Special:
Bob`s Law
Mein 2. Tattoo! :-)

"Alles, was gutgehen kann, geht gut!"
Es macht nix, wenn du tust schielen,
dein Gehirn kann so mit zwei Sichtweisen spielen.
Sei immer offen für neue Welten,
auch wenn sie dich vielleicht erkälten (Durchzug!).
Dann stehst du da mit einem Schal
und fragst dich: Verdammt, an was dachte ich gleich nochmal?
Verpeilt sein ist gar nicht so schlimm,
denn dann vergisst du so manch doofes Ding.
Es werden kommen schöne Zeiten,
wo Freunde dich begleiten und auf deinem Rücken reiten.
Bei alledem sollst du die Achtsamkeit nicht vergessen
und auf der Wiese ganz bewusst dein Blümlein fressen.
Aber auch wenn man sich korrekt verhält,
das Konfitürenbrot immer verkehrt herum auf den Boden fällt. (Der war für Murphy!)
Wer mag Theater? Hier 3 kleine Trialoge:

POV: Bob kaut Blümchen auf Wiese, während hinten an seinem Fell zwei kleine Gestalten hinaufklettern.
Silvia (leise): Der merkt das doch!
Pavarotti (flüstert): Föööh.
S: Wirst sehen, wir kriegen mächtig Ärger!
P: Föööh!
Bob (bemerkt die beiden): Was eigentlich los dahinten?
S: Ähm... Wir, also Pavarotti und ich, sind müde vom Gehen. Da dachten wir, wir könnten ein wenig...
Bob (Silvia unterbrechend): ...mitreiten. Klaro.
S: Und? Wäre das okay für dich? Nur `n Stück. Wir benehmen uns auch anständig, nicht wahr, Pavarotti?
P: Föööh!
S: Bin übrigens die Silvia.
Bob: Nice to meet you. Bob mein Name.
--- Bob setzt sich in Bewegung ---
Bob: Wohin soll`s denn gehen?
S: Im Kino läuft die Fortsetzung von "Mad Max". Wenn wir auf dir mitreiten, kommen wir noch rechtzeitig zur Vorstellung.
Bob: Ah, so... tja dann. Gurten angeschnallt!
S: Wir sind schon ganz aufgeregt, gell, Pavarotti!
P: Fääöööh!
Bob: Sorry, aber kann dein Kollege nicht sprechen?
S: Pavarotti? Nö. Der macht nur Geräusche. Je nachdem, wie er drauf ist tönt`s anders.
P: Föööh.
Bob: Was hiess das?
S (blickt P fragend an): Er ist glücklich. Glaub ich.
Bob: Und was ist mit dir? Auch einen leichten Dachschaden?
S: Ich? Och, eigentlich nicht. Nur Sozialphobie.
Bob: Und damit willst du ins Kino, wo hundert andere Leute sitzen?!
--- kurze Pause ---
S: Ui, da hab` ich jetzt gar nicht dran gedacht.
Bob: Bissel blöde Idee, findste nicht?
P: Schöföööh!
Bob (zu Silvia): Was war das?
S: Pavarotti meint, ICH sei blöd. (Dann klatscht sie ihm mit der flachen Hand eine hinter die Ohren)
P (empört): Pfötrööh!! (dreht sich dann beleidigt um)
S: Ach, er macht wieder auf kindisch.
Bob: Lass ihn doch einfach.
--- Bob bummelt weiter ---
Bob (zu Silvia): "Mad Max" is ein krasser Actionfilm, das weisste, oder!?
S: Mhm. Find` ich oberhammer!
Bob: Der Pavarotti auch?
S: Pfh! Der dreht sich bei den schlimmen Szenen immer um.
Bob: Er könnte doch einfach die Augen schliessen.
S: Ach, das kannste dem tausendmal sagen, bringt nix.
P: Föööh.
Bob: Hä?
S: Alles in Butter. Er hat sich wieder beruhigt.
--- Bob spaziert weiter ---
Und dann, plötzlich in die Stille hinein, beginnt Pavarotti aus voller Brust die Arie von Donizettis Oper "Amici miei" zu trällern.
Bob bleibt stehen. Silvia (mit grossen Augen und offenem Mund): Vergessen wir "Mad Max", okay?!
Was ist los mit Pavarotti?

(Anmerkung: Pavarotti kann nicht sprechen, hat aber eine schöne Tenor-Stimme. Und Silvia leidet unter Sozialphobie.)
POV: Bob wartet vor Kino, als plötzlich Silvia völlig aufgelöst und heulend herausgerannt kommt.
Bob: Hey, was denn los?
Silvia: Pa...Pa...Pavarotti ist weg!
Bob: Wie jetzt?
S: Ich hatte die Tüte Popcorn in der Hand und bin dann im Sessel nach unten gerutscht. Sozialphobie, du weisst. Konnte nicht mal mehr
den Untertitel lesen.
Bob: Ja, und weiter?
S: Dann guckte ich rüber. Pavarotti hat sich gekratzt wie wild, am Kopf, unter dem Bart, am Bauch...
Bob: Flöhe. Eindeutig.
S: Muss sich angesteckt haben.
Bob: Klar wie Klossbrühe. Und dann?
S: Und plötzlich war er nicht mehr da! Weg. Verschwunden. (heult laut auf)
Bob (beschwichtigend): Psch...psch... Das kommt schon wieder gut.
--- Silvia macht plötzlich grosse Augen und zeigt mit dem Finger über die Strasse ---
S: Dort! Ich hab ihn gesehen! Er hat sich hinter dem Toilettenhäuschen versteckt!
Bob: Biste sicher?
S: Hundert Pro!
--- Silvia rennt über die Strasse und zerrt Pavarotti hinter dem Häuschen hervor ---
S: Da bist du ja! Und jetzt ab nach Hause in die Badewanne! Ich shampoonier dich mit "Anti-Floh" ein.
P (sich am Nacken kratzend): Flööhtröööh!
S: Genau.
--- Bob blickt die beiden kritisch an ---
Bob: STOPP!! Sorry, aber so steigt der mir nicht auf den Rücken!
S: Dann laufen wir halt nebendran.
P: Pfööhflööh!
S (zu Pavarotti): Und halt schön Abstand zu mir, haste gehört!
P: Föööh! (lässt den Kopf hängen)
--- Alle drei bummeln langsam nach Hause ---
S (fluchend): So ein Bockmist, echt!
Bob: Ich hab übrigens noch `ne halbe Flasche "Anti-Floh" daheim. Geb ich dir gerne mit.
S: Oh, vielen Dank!
Bob: Hey Leute, calm down. Es hätte schlimmer kommen können. Wir haben Pavarotti ja gefunden.
S: Ja, stimmt. Ich hab fast `nen Herzinfarkt gekriegt, als er plötzlich weg war!
Bob: Also ich glaub ja, der ist aus`m Kino abgehauen, weil er niemand anderen anstecken wollte. (blickt zu Pavarotti)
P (bestätigend): Föööröööh!
--- Pavarotti kratzt sich mit beiden Händen den Popo. Dann richtet er sich gerade auf und stimmt mit lautem Tenor eine Opernarie an ---
Bob und Silvia (zusammen): Halt die Fresse, Pavarotti!
Silvia`s Überraschung

POV: Silvia und Bob liegen nebeneinander auf der Wiese und gucken den Wolken zu.
Silvia (zeigt mit dem Finger nach oben): Das da ist ein Pferdekopf, siehste!
Bob: Äh ba! Eher ein Seepferdchen.
S: Hm... Okay, lass ich durchgehen.
Bob: Und die dort sieht aus wie Pavarotti!
S (kichert): Tihihi! Genau.
--- Kurze Pause ---
Silvia: À propos Pavarotti. Der hat bald Geburtstag. Hab mir da was ausgedacht.
Bob: Spuck`s aus.
S: Im Stadttheater führen sie die Oper "La Traviata" auf. Das wär doch das ideale Geschenk, findste nicht?
Bob: Mhm. Oper is mir wurscht. Aber wenn`s Pavarotti gefällt...
S: Aber kein Wort darüber, versprochen?
Bob: Ehrenwort.
S: Kannst du mir an diesem Tag deinen Schal ausleihen?
Bob: Wieso das?
S: Na, zum Augen verbinden. Soll ja `ne Überraschung werden!
Bob: Okeydokey.
Ein paar Tage später im Stadttheater. Silvia löst Bob`s grossen Schal von Pavarotti, in dem er fast versinkt.
Bob und Silvia: Happy Birthday, Pavarotti!
Pavarotti (ganz aufgebracht): Fätröööh!!
S: Hab extra die Plätze ganz hinten reserviert. Ihr wisst schon, Sozialphobie.
Bob (knurrt): Von da hinten sieht man ja kaum was...
S: Es geht ja vor allem um`s Hören, nicht nur um`s Sehen!
--- Das Stück beginnt. Pavarotti rutscht unruhig auf seinem Sitz hin und her, Silvia sinkt tiefer in den
ihren ---
Pavarotti: Föhööbööh!!
Silvia: Was?
P (zappelig): Fääböööääh!!
S: Musst du auf`s Klo?
P (hibbelig): Nööföööh!!
Bob: Was meint er denn?
S: Keinen Schimmer. Der juckt mir noch vom Stuhl!
--- Der 3. und letzte Akt neigt sich dem Ende zu ---
P (völlig aufgeregt): Föföfäääh!!!
Bob (zu Silvia): Kannste dem nicht mal sagen, er soll sein Maul halten! Alle gucken schon. Das ist ja nicht
zum Aushalten!
S (zu P): Pscht! Sei doch mal etwas leise!
P (in gleicher Lautstärke): Bäfäähäääh!!!
Dann springt Pavarotti plötzlich hoch, drückt sich an Silvia und Bob vorbei, stürmt nach vorne und klettert auf die Bühne.
Silvia: Oh, mein Gott! (schlägt die Hände vor`s Gesicht)
Bob: Was denn das jetzt?
Pavarotti hat sich vor die Figur des Alfredo gestellt und übertönt ihn, beide Hände auf die Brust gelegt, mit lauter Stimme:
"Ah, vivi, o un solo feretro m'accoglierà con te!"
Die Schauspieler blicken sich irritiert an, fahren aber fort. Die Figur der Violetta bäumt sich ein letztes Mal auf und sinkt dann tot am Bühnenrand zusammen.
Das Publikum steht auf und klatscht frenetisch. Pavarotti, zuvorderst, verbeugt sich unzählige Male, bis ihn eine Hand von der Bühne reisst.
Silvia (schreit): Bist du jetzt völlig abgedreht, oder was!?
P (glücklich): Fötröööh!!
Bob (gesellt sich dazu): Na, tolle Überraschung! Übrigens: Was ist mit Geburtstags-Torte?
Erstelle deine eigene Website mit Webador