Abdelkand, das Dromedar

 

 

Irgendwo am Wüstenrand sitzt ein Dromedar namens Abdelkand. Dieser Fakt, der ist brisant und dazu noch interessant, stammt es doch als Zuchthengst und damit Garant, à propos sehr charmant, aus dem königlichen Zuchtverband.

Es ist doch allerhand, denkt sich Abdelkand, der Ali in seinem eitlen Gewand, mir Gold und Gewürze, Tücher und Tand, alles auf meinen Rücken band. Und er, dieser kleine Vagant, zuoberst noch einen Platz auf meinem Höcker fand! Jetzt steht er aber sehr galant, also ich würd sagen fast arrogant, vor Kamera-Touristen, wo er prägnant für ein Foto Pate stand. (Und sein Goldzahn funkelt wie ein Diamant.)

Endlich sind wir unterwegs ins ferne Land, riskant soll`s werden, das ist mir bekannt. Da kommt er schon und ist am Fliegen, dieser Sandsturm ist nicht so leichte zu besiegen. Der Ali im Sattel tut sich nach vorne biegen, er will doch nicht dem Sturm erliegen! Doch wie bei allen Wüstenkriegen, lässt auch hier der Sturm den Sand rumfliegen … und somit sind halt aufgestiegen, futsch ein paar Angoraziegen (und Touristen).

Die Karawane schwankt hin und her, es windet sehr und allen fällt das Gehen schwer. Und der Ali in dem Verkehr, der flucht seither wie wild umher! (Woher?) Der Sturm bläst Abdelkand um die Ohren, doch er hat sich fest geschworen, herauszukommen ganz ungeschoren. Und da, der Sturm hört auf zu rumoren, das Dromedar fühlt sich gleich wie neu geboren.

Tja, nur leider ging der Ali verloren.

«Verzeihe mir, oh Allah, dass ich den Ali habe lassen falla!»

 

 

 

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