Der Wichtel


Am Schlafzimmerfenster sitzt, ganz isoliert, ein kleiner Wichtel, der die Wohnung regiert, und acht gibt auf Oma, damit ihr nichts passiert. Mit der Zeit ist er zum «Ersatz-Ohr» avanciert, da Oma ihr Hörgerät immer wieder verliert.
Eines Nachts ist der Wichtel plötzlich schockiert, weil er etwas hört, das ihn brüskiert: An der Haustüre wird operiert, kurz darauf sie giert und ein mit Sturmhaube maskierter Dieb hereinmarschiert.
Der Wichtel animiert das Kopfkissen der Oma anvisiert und sie mit Zupfen am Ohr sofort aus ihrem Traum zitiert. Oma sogleich alarmiert, sich an den Bettrand katapultiert, keine Zeit verliert und ihre Zahnprothese schnell montiert. Das rasche Aufstehen hat forciert, dass ihre Bandscheibe laut reklamiert, doch Oma den Schmerz einfach ignoriert und sich nur ein wenig die Lende massiert.
Mit Nachthemd und barfuss und unfrisiert, Oma jetzt leise und raffiniert zum Kamin spaziert und den Schürhaken nimmt, der dort ist platziert.
Der Dieb geht davon aus, dass ihm nichts passiert, und so er die Kommode inspiziert und sich interessiert an der edlen Schmuckschatulle orientiert. Sehr erregt er nichts überlegt, alles zusammenfegt und in seinen Sack hineinlegt. Plötzlich von hinten die Oma sich langsam zum Dieb bewegt, und ihm – zack! Mit dem Schürhaken einmal gepflegt, richtig einen über den Schädel fegt.
Aufgeregt sich jetzt auch der Wichtel herbewegt: «Omi, den hast du aber schön zusammengelegt! Ein Anruf bei der Polizei ist jetzt reif, komm Omi, gimme five!»
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