Eintagsfliegen

Vic und Ralf sitzen auf einem Schilfblatt an ihrem Teich und putzen sich die Flügel.
Ralf: «Wir sollten uns mal auf die Socken machen. Als Eintagsfliegen können wir nicht lange rumfackeln!»
Vic: «Ah, mon Dieu, jetzt mach bitte keine Schtress!»
Ralf: «Komm, lass uns zum grossen Teich rüberfliegen, dort ist die Versammlung, hab ich gehört.»
Schon von weitem sehen sie den «Hochzeits-Schwarm».
Vic: «Alles Männchen und nur eine Weibschen, n`est ce pas?
Ralf: «Yepp. Also, wo ist die Schöne?»
Ein Nachbar zu Ralf: «Dort drüben. Sie heisst Brigitte und sieht schon ziemlich müde aus, find ich.»
Ralf: «Boah! Hat die schöne Beine! Also, worauf warten wir noch? Rein in die Party, woohoo!», und weg ist Ralf.
Vic zum Nachbar: «Isch gehe da nischt rein! Das ischt ja wie Gang-Bang.»
«Wieso denn nicht? Hast du Angst?»
«Non, non. Isch finde das einfach bervers.»
Plötzlich greift sich der Nachbar mit beiden Händen an sein Herz und schreit: «Ach, mein Ende ist da!» Dann stürzt er tot hinunter auf die Wasseroberfläche.
Ein anderer Nachbar zu Vic: «Er war von der Sorte 'Rheinmücke'. Die leben nur 40 Minuten lang. Schade um ihn. Er hat zu lange gewartet.»
Da kommt ein zweites Weibchen angeflogen und bleibt neben Vic stehen. Vics Wangen werden ganz rot.
«Bonjour», mehr bringt er nicht über die Lippen.
«Oh, du sprichst Französisch! Sehr charmant.» Das Weibchen klimpert verführerisch mit seinen langen Wimpern. «Wollen wir ein wenig hier draussen bleiben?», fragt sie Vic. «Mir ist dieses ganze Gewusel zu viel.»
«Oui, natürlisch, gerne!», erwidert Vic.
«Ich bin übrigens die Rosa.»
«Ah, bon, Vic meine Name.»
Und was die zwei jetzt machen ist nichts für Jugendliche unter 18 Jahren und geht auch niemanden von uns etwas an. Also endet hier die Geschichte.
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