Chamäleon

Auf einem Ast, da sass ein Chamäleon mit einer Bass-Gitarre in der Hand. Konstant fuhr es über die Saiten rasant, brillant, wie es selber fand. Doch die Sache war pikant, denn das andere Tiervolk, nicht kulant, fand das Ganze gar nicht amüsant, denn der Lärm mit dem Verstärker nahm überhand.
Und so man entsandt einen Eichhorn-Adjutant, der gewandt soll reden mit dem Querulant.
«Jetzt hör mal zu, du Musikant, Marilyn Manson ist für unsere Ohren zu penetrant. Kannst du nicht spielen etwas, was ist elegant, Volksmusik, zum Beispiel, aus einem anderen Land!?»
«Nö», meinte das Chamäleon nur dominant, «ich kann hier spielen allerhand, denn in mir ruht ein ungeschliffener Diamant, den nur noch niemand hat erkannt!»
Der Eichhorn-Mann geknickt verschwand, er konnte nichts tun, damit man ihn verstand.
Doch bald das Chamäleon sich zugestand, dass es nicht wollte, dass im Wald ein Streit entbrannt. Also es sich überwand und kam zu den anderen angerannt.
«Hört mir mal zu, ich kenn `nen Stunt, der ist imstand, dass ich bin für immer verbannt!»
Das Chamäleon ist daraufhin bewandt in den nächsten Busch hineingerannt, seine Farbe sich plötzlich wand, und es mitsamt Bass und Verstärker im Nichts verschwand.
Die Tiere im Wald taten nie hinausfinden, wie man mit Bass, Verstärker und Musik – zapp – kann verschwinden.
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